besuchte Merzig.
Er kennt sich aus; kritisiert, philosophiert und kalauert über Gott und die Welt. Klebt reflektierende Stuhllehnen ab und poliert seinen Flügel so beiläufig, dass man nicht sicher ist, ob Programm oder Zufall. Nach 3 Stunden guter Unterhaltung geht das Gefühl mit nach Hause Teil der “Vorführung” gewesen zu sein. So nett und charmant hält er den Spiegel vor, dass man glaubt durch’s Fenster zu schauen. Chapeau! Herr Rether und herzlichen Glückwunsch zum Kabarettpreis 2010.
Ich schreibe noch Briefe, richtig von Hand mit Stift und Papier und versende sie mit der guten alten Schneckenpost. Ich kaufe die Briefmarken am Schalter. Und genau hier macht das Briefe schreiben keine Freude mehr. Warum müssen mich die sonst freundlichen Schalterbediensteten mit verbaler Werbung überschütten? Ich brauche Postwertzeichen, kein Konto, keine Versicherung und kein Lottolos! Vielleicht Brieftauben .
Verdi, Proust, Mozart, George Sand, König Ludwig II und den Daimlers. Meine Sammlung wächst und macht Appetit auf kochen und geniessen. Neben Rezepten erhält der Leser Einblick in das Leben, die Gewohnheiten, Macken und Vorlieben der Gastgeber. Schmöckerstoff nicht nur für die trübe Jahreszeit.